Dieser Beitrag beleuchtet mein Blogmotto „LIFE“ und weniger „EAT“, wenngleich zweiteres auch hier Bedeutung hat. Im Blicklicht eine Personengruppe, die mir sehr am Herzen liegt: die Kinder.

Bewegung fördert Gehirnwachstum

Viele von uns haben wohl selbst schon erfahren, dass körperliche Bewegung glücklich machen kann. Aber nicht nur das: Bewegung fördert auch die geistige Leistungsfähigkeit. Diese These ist mittlerweile auch in zahlreichen Schulen angekommen, sodass körperliche Aktivität von beherzten Lehrkräften immer wieder bewusst in den Unterricht eingebaut wird. Diese im wahrsten Sinne „bewegte Zeit“ rechnet sich allemal, wie nun eine neue Studie der Universität Granada eindrucksvoll demonstriert: Bewegung sorgt nicht nur kurzfristig für körperlich ausgepowerte Kids, denen im Anschluss daran das Sitzen und Konzentrieren wieder leichter fällt. Nein, körperliche Fitness kann sogar zu einem Wachstum der grauen Masse in bestimmten Gerhirnarealen führen!

Das zeigte nun erstmals eine Studie mit 110 übergewichtigen und schwer übergewichtigen Kindern im Alter von 8 bis 11 Jahren. Am Programm standen Bewegungseinheiten 3- bis 5-mal pro Woche von je 90 Minuten über eine Zeit von 20 Wochen.

Vor allem Übungen zur Steigerung der aeroben Kapazität sowie zur Förderung von Schnelligkeit und Motorik konnten mit den positiven Effekten auf das Gehirn in Verbindung gebracht werden. Dabei handelt es sich um jene Gehirnregionen, die für Sprache und Lesen verantwortlich sind.
Keine Auswirkungen auf das Gehirn konnten hingegen bei Muskeltrainings beobachtet werden.

Gehirn Fitness Studie

Credit: UGR; Gehirnregionen, deren Volumenssteigerung an grauer Masse positiv assoziiert ist mit cardiorespiratorischer Fitness, Schnelligkeit und Dynamik bei übergewichtigen und schwer übergewichtigen Kindern.

Körperliche Fitness von Kindesbeinen an hat offensichtlich SEHR VIELE Vorteile: auf der körperlichen, auf der geistigen, aber wohl auch auf der mentalen Ebene. Denn jeder, der sich an seine Kindertage erinnern kann weiß, wie viel mehr Spaß es macht, wenn man leichter „mitkommt“, als in Bereichen, wo es eben nicht so „flutscht“.

Und ja, hier kommt auch die Ernährung der Kinder mit ins Spiel. Denn diese hat freilich Einfluss auf die körperliche Situation der Kinder. Auch hier gilt: „leichter ist nicht so schwer“…

In diesem Sinne können wir hier nur einmal mehr an die Schule appellieren UND auch selbst Vorbild und Spielpartner sein. Also, ab auf den Spielplatz und in den Garten gemeinsam mit unserer nächsten Generation 😉

EAT! LOVE! LIFE!

Bibliographische Angaben:

1. Esteban-Cornejo I, Cadenas-Sanchez C, Contreras-Rodriguez O, Verdejo- RomanJ, Mora-Gonzalez J, Migueles JH, Henriksson P, Davis CL, Verdejo- Garcia A, Catena A, Ortega FB. A whole brain volumetric approach in overweight/obese children: Examining the association with different physical fitness components and academic performance. The ActiveBrains project. Neuroimage. 2017 Aug 5;159:346-354.
2. Informative blog: Ortega FB, Muntaner-Mas A, Martinez-Nicolás A, Esteban-Cornejo I. Fitter bodies, fitterbrains?
Fitter bodies, fitter brains?
3. ActiveBrains webpage: http://profith.ugr.es/activebrains

Die Studie wurde im Journal Neuroimage publiziert.

 

 

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