Der Herbst hält langsam, aber sicher Einzug. Die Schule hat begonnen, der Urlaub sein Ende genommen und nach locker dahin gelebten Sommertagen bestimmt nun wieder der Rhythmus der Regelmäßigkeit unseren Alltag.
Üblicherweise ergreifen zu dieser Jahreszeit die kaltnassen Tage das Ruder und es wächst der Appetit auf wärmende Suppen, saisonale Gemüse- und Fleischrezepte.
Für Foodblogger und Kochmagazine heißt es dann raus mit den Rezepten rund um Schwammerl, Maroni, Äpfel, Kürbis & Co.

Nun, September hin oder her, nach derart ist mir heuer ganz einfach noch nicht. Lieber schwelge ich in Erinnerung an den eindrucksvollen Kalifornien-Urlaub dieses Jahr und lasse meine Urlaubsimpressionen in Sachen Gusto den Ton angeben…

Eine Station führte uns nach San Francisco. Diese atemberaubenden Stadt mit ihren hinreißenden Häuschen (den „painted Ladies“)  und schwungvollen Straßen macht wohl mancherorts den Eindruck, dass hier die Zeit stehengeblieben sei. Doch so ist es keinesfalls. Sieht man sich erst einmal an, wie viele internationale Unternehmen mit jungem Spirit hier beheimatet sind, liegt das schnell auf der Hand. Unter diesem internationalen Einfluss voll positivem Esprit steht auch die Küche San Francisos. So findet man hier zahlreiche Restaurants und Cafes mit Fokus auf „Green Food“, also der Verwendung von biologisch angebauten Lebensmitteln aus der Region. Auch die Küchenmeister fangen das einzigartig frische Flair auf und bringen es grandios zu Teller. Einflüsse Asiens lassen sich dabei ebenso erkennen wie Elemente der europäischen und freilich der amerikanischen Küche.

San Franciscos charmante Schönheiten

Dabei geht es mitnichten hochkompex zur Sache, im Gegenteil: Viele Kreationen glänzen gerade dank ihrer Einfachheit.
Absolut begeistert hat mich eine mediterran inspirierte Version der Linsensuppe. Ihr unerwartet anderer, frischer Geschmack hat mich dazu bewogen, diese „San-Franciso-Suppe“ bestmöglich nachzukochen, und was soll ich sagen: eine neuer Fixstern erstrahlt in meiner Rezeptesammlung!

San Franciscos Straßen

Angesichts der Tatsache, dass die ernährungsphysiologisch wertvollen Linsen  ohnehin eher zu selten als zu oft gegessen werden, lade ich euch ein, die San-Fran-Soup  auch auszuprobieren. Hoffentlich seid ihr ähnlich begeistert…

Viel Freude dabei & EAT!LOVE!LIFE!

Linsensuppe a la San Francisco

SanFranSoup

San Francisco Suppe

Zutaten für 3 Personen:

230 g Berglinsen
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50 g Hartwurst
2 geschälte Karotten
1 gekochter und geschälter Erdapfel
3/4 l Gemüsebrühe
80 g Feta
2 Handvoll Rucola
1/4 Gurke
Blattkoriander nach Geschmack
Salz, Pfeffer
1 TL Rapsöl
3 Zitronenspalten

Zubereitung:

Berglinsen waschen. In einem Topf Rapsöl erhitzen, Zwiebel glasig dünsten, Knoblauch und Berglinsen dazugeben, etwas ziehen lassen.
Anschließend mit der heißen Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen. Nach ca 15 min klein geschnittene Karotten, Erdapfel und Hartwurst dazugeben und weiterköcheln, bis Linsen und Erdapfel gar sind (wieder ca 15 min). Gurke klein schneiden, Rucola waschen, Feta in kleine Würfel schneiden oder einfach zerbrechen.
Zum Ende der Garzeit Gurke unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend die Suppe auf drei Teller aufteilen, den Rucola daraufsetzen, die Fetastücke und gerissenen Koriander darüber verteilen. Mit den Zitronenspalten servieren.

Mahlzeit!

By the way: Linsen sind eine hervorragende Eiweißquelle und enthalten zudem nennenswerte Mengen an Vitamin B1, B6, Folsäure, Eisen, Magnesium und Zink.

Tipp: Pflanzliches Eisen kann vom Körper besser aufgenommen werden, wenn man dazu Vitamin C kombiniert.
Zur Linsensuppe passen ein paar Spritzer Zitronensaft also nicht nur des Geschmacks wegen, sondern nützen auch dem Körper bei der Eisenversorgung 😉

 

 

 

 

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