Fasten betreiben wir Menschen schon seit Jahrtausenden aus den unterschiedlichsten Gründen wie Glaube, Gesundheit oder auch, um den geistigen Fokus in einen neue Richtung zu lenken.

Beim Fasten wird eine gewisse Zeit lang die Nahrungsaufnahme reduziert, auf bestimmte Lebensmittel beschränkt oder die Nahrungsaufnahme findet nur in einem bestimmten Zeitraum statt, wie etwa beim Intervallfasten oder auch intermittierenden Fasten.
Tatsächlich hat Fasten sehr viel mit innerem Aufbruch zu tun.
Es bedeutet Bereitschaft zur Veränderung, setzt neue Energien frei und kann sogar zu neuen Sichtweise führen. Denn Fasten wirkt erwiesenermaßen auf das Gehirn.

Fasten & Gehirn

Das zeigen z.B. wissenschaftliche Ergebnisse des bekannten Hirnforschers Gerald Hüther. Dabei konnte er beobachten, dass Fasten eine Auswirkung auf unsere Glücksempfindung hat.
Warum? Ein gesunder Körper schüttet in regelmäßigen Abständen das Glückshormon Serotonin aus. Das hält bei Laune.
Nun haben die Forscher an Ratten festgestellt, dass es bei den Tieren schon nach wenigen Fastentagen mit halber Futtermenge zur vermehrten Bildung von Serotonin kam.
Noch stärker wurde der Effekt nach rund 14 Tagen, da nun auch der Abtransport von Serotonin verlangsamt wurde. Das heißt, das Glückshormon wurde nicht nur vermehrt produziert, sondern blieb auch länger im System, sodass die Konzentration wesentlich anstieg.

Diese Untersuchungen decken sich mit den Erfahrungen Fastender, die erzählen, dass bereits nach zwei bis drei Tagen ein Gefühl der Harmonie entsteht, man sich mit der Welt wieder mehr verbunden fühlt und man mit sich in Einklang kommt, während das Hungergefühl verschwindet.

Diesen Fakt macht man sich wohl unbewusst seit Jahrtausenden zur Vorbereitung auf wichtige religiöse Feste zunutze, indem Tage oder Wochen davor gefastet wird. Denn was gibt es Besseres, als bei ein großes Fest mit positiver Grundstimmung der Teilnehmenden und in harmonischer Eintracht zu feiern?
Unglaublich faszinierend. So nutzt man also intuitiv seit langer Zeit biophysikalische Effekte, um sich ganzheitlich vorzubereiten, auf das was kommen mag.

Wichtig: Dieser Glückseffekt kommt vor allem dann zum Tragen, wenn man ohne Angst und Stress fastet!

Schmerzen und Entzündungen

Auch hier spielt der erhöhte Serotoninspiegel eine Rolle, denn das Glückshormon wirkt auch schmerzlindernd. Gleichzeitig werden beim Fasten weitere Schmerzhemmer produziert, wie das Morphin. Ein Stoff, der aus der Schmerzmedizin bekannt ist. Erstaunlich oder?

Aber es geht noch weiter: Fasten kann Entzündungen senken. Vor allem dann, wenn dabei auf fette, tierische Produkte verzichtet wird. Diese enthalten in nennenswerter Menge die sogenannte Arachidonsäure, die Entzündungen im Körper fördern kann. Gerade bei Rheuma ist es hilfreich, diese Arachidonsäure zu reduzieren. Fettes Schweinefleisch enthält hohe Mengen davon.

Fasten kann den Körper länger jung halten.

Wie das geht? Es gibt hier sehr, sehr viele Mechanismen und viele davon wird die Wissenschaft noch an sLicht bringen müssen. Einen ganz wesentlichen Effekt will ich hier aber vorstellen:
Durch die seltenere Nahrungsaufnahme kann der Magen-Darmtrakt einen gründlichen Reinigungsprozess einleiten und altes, unbrauchbares Zellmaterial entsorgen, sodass das frische, aktive Zellmaterial „besser ans Licht“ kommt und effizient arbeiten kann. Gleichzeitig wird der Körper durch die geringere Nahrungszufuhr angeregt, das was er zur Verfügung hat bestmöglich zu nutzen und auch dieses körpereigene Abfallmaterial ordentlich zu recyclen.
Somit wird der Körper von innen aufgefrischt, wieder funktionsfähiger und verjüngt.

Zusammengefasst kann Fasten also:

  • die Stimmung verbessern
  • den Gesundheitszustand verbessern
  • länger jung halten
  • und es kann für mehr Leichtigkeit sorgen – vom Gefühl her als auch auf der Waage ;)

Und nun meine 5 Fastentipps für dich:

  • Geh das Fasten mit einer positiven Grundhaltung an. Es geht nicht um ein Verzichten müssen sondern um das innerlich erholen dürfen
  • Wähle die richtige Fastenform, die zu deinen Umständen passt – und zwar gesundheitlich (besprich das am besten mit deinem Arzt) und auch deinen Alltag betreffend. Das ist mir beim Erholungsfasten, meinem eigenen Online-Fastenkurs zB, sehr wichtig.
  • Sorge während des Fastens für ruhige, erholsame Momente. Sportliche Höchstleistungen z.B. sind während des Fastens meist keine gute Idee.
  • Tausche dich mit Gleichgesinnten aus. Das kann sehr hilfreich und unterstützend sein.
  • Wichtig ist, nach einer gewissen Zeit des Fastens die Energie- und Nährstoffzufuhr wieder sanft anzuheben, damit es zu keinen Mangelerscheinungen kommt. Wer langfristig intervallfastet, sollte aus dem gleichen Grund auf eine ausreichende Zufuhr an Energie und Nährstoffen zu den Mahlzeiten achten. Nütze das Fasten gerne dazu, um deinen eigenen Umgang mit Ernährung zu hinterfragen und zu schauen, ob sie dir gut tut, und zwar geistig wie körperlich.

Herzliche Grüße und EAT! LOVE! LIFE!

 

Übrigens, mein 4-wöchiger Erholungsfastenkurs (wir treffen uns in einer Gruppe von max. 10 Leuten über Zoom) startet wieder am 3. Juni. 
Interessiert?
Schreibe mir an info@essquisit.at und ich schicke dir alle Details zu.

Erholungsfastenkursinfos findest du auf der Hauptseite meiner Homepage – einfach nach unten scrollen: https://www.essquisit.at/

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